Deutsch-Pop-Festival/EAV

EAV

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Gegründet: 1977

Richtung: Rock, Pop-Rock

Aktuelle Besetzung: Klaus Eberhartinger (Gesang), Thomas Spitzer (E-Gitarre), Kurt Keinrath (Keyboard, E-Gitarre), Robert Baumgartner (Schlagzeug), Leo Bei (E-Bass) Franz Kreimer (Keyboard, Saxophon, Akkordeon)

Die Erste Allgemeine Verunsicherung (kurz: EAV) ist eine österreichische Band, die 1977 in Wien gegründet wurde. Texter und Komponist der Band ist Thomas Spitzer. Der Name der Band ist eine Anlehnung an das ehemalige österreichische Versicherungsunternehmen „Erste Allgemeine Versicherungs-AG“, das sich jedoch mit EA abkürzte.

Auch heute zeichnet sich die Gruppe durch Mutter- und Wortwitz. die EAV

Die Lieder der EAV wurden besonders in den 80er Jahren sehr populär und oft als reiner Spaß verstanden (z. B. die Songs „Ba-Ba-Banküberfall“, „Märchenprinz“, „Küss die Hand, schöne Frau“). Das Missverständnis erklärt die Band selber durch den kommerziellen Erfolg einzelner, aus dem Gesamtkontext eines Albums gerissener Lieder. Tatsächlich stecken in den Texten gesellschaftskritische Inhalte, was dazu führte, dass manche Songs von Radiosendern boykottiert wurden (Burli, 1988. Über die folgen der Tschernobyl-Karastrophe. Aber der Band wurde eine Verhöhnung behinderter Menschen vorgeworfen. Der Bayerische Rundfunk hat das Lied „s’Muaterl“ wegen seiner Kritik am damals regierenden Papst und der katholischen Kirche nicht gesendet).

Im Laufe der EAV-Geschichte kam es immer wieder zu Wechseln in der Bandbesetzung.

Von Herbst 2005 bis Ende 2007 war die Erste Allgemeine Verunsicherung mit ihrem Jubiläumsprogramm 100 Jahre EAV im deutschsprachigen Raum auf Tournee und präsentierte neben ihren Hits und Klassikern auch neue Lieder.

Das Album 100 Jahre EAV…Ihr habt es so gewollt! weist großen Erfolf aufund steht in Österreich seit mehr als 100 Wochen in den Charts.

Aufgrund des Erfolges der Livekonzerte ging die EAV ab Frühjahr 2008 mit ihrem neuen Programm „Amore XL“ auf Tournee.

Diskografie

1978: 1. Allgemeine Verunsicherung

1981: Cafe Passe

1983: Spitalo Fatalo

1984: À la carte

1985: Geld oder Leben!

1985: Das Beste aus guten und alten Tagen

1987: Liebe, Tod & Teufel

1988: Kann denn Schwachsinn Sünde sein…?

1990: Neppomuk’s Rache

1991: Watumba!

1994: Nie wieder Kunst (wie immer….)

1995: Kunst Tour 95 – Live

1996: The Grätest Hitz

1997: Im Himmel ist die Hölle los!

1998: Himbeerland

2000: Austropop in Tot-Weiß-Tot

2000: Let’s Hop To The Pop – Das Allerbeste aber Feste

2003: Frauenluder

2004: The Very Best Of (Sound Of Austria)

2005: 100 Jahre EAV …Ihr habt es so gewollt!!

2006: Platinum Kolläktschn

2007: Amore XL

Songtext

s’Muaterl

Ein altes Mütterlein mit silbergrauen Haaren,

vom Schicksal schwer geprüft erträgt sie jedes Leid.

Sie ist ihr Leben lang gar grausam eingefahren,

doch die Kirchensteuer zahlt sie brav noch heut.

Von ihren Söhnen ist keiner mehr am Leben,

die hat das Vaterland im Krieg irg’ndwo verlor’n.

auch ihr Kanari hat den Löffel abgegeben,

weil die Nachbarskatz‘ is unlängst hungrig wur’n!

Lauscht sie dem Pfarrer am Sonntag nah der Kanzel,

denkt sie kummervoll zurück an ihren Franzl,

den ihr der Herrgott nahm in Auschwitz ganz barbarisch,

weil er ein Roter war und net besonders arisch.

Voller Ehrfurcht vor Maria, die wo gebenedeit,

denkt sie trotzdem bei sich von Zeit zu Zeit:

Ref:

Herrgott, es gescheh‘ dein Wille!

Nur manchmal glaub‘ ich

du brauchst eine Brille

und auch ein Hörgerät,

weil du siehst und hörst mi net,

wenn’s mir da herunten dreckig geht,

aber vielleicht muass des so sein,

vielleicht muass des so sein…

Sie hat nur einmal Glück g’habt in ihr’m Leben,

ein Lotterie-Gewinn und der war steuerfrei.

Der Pfarrer woit ihr gleich die letzte Ölung geben

und seitdem ist des Kirch’ndachl nei…

Ihr Nachbar, der war nie noch in der Kirch’n,

raucht 100 Tschick am Dog und sauft zwa Liter Wein,

is pumperlg’sund doch unser armes, braves Muaterl,

hat a hine Leber und a Raucherbein!

Und wie der Messner grad mit dem Klingelbeutel kommt,

da hat er g’hört, wie des Oide Muaterl summt:

Ref:

Herrgott, es gescheh‘ dein Wille!

Nur manchmal glaub‘ ich

du brauchst eine Brille

und auch ein Hörgerät,

weil du siehst und hörst mi net,

wenn’s mir da herunten dreckig geht,

aber vielleicht muass des so sein,

vielleicht muass des so sein…

Sieht sie im Fernseh’n daham die Schreckensbilder.

Nur von Hunger, Elend, Not und Tod,

dann bedauert sie den Herrgott immer wieder,

dass er im Himmel kan‘ Farbfernseher hot!

Sieht sie den Papst dann am Flugplatzboden kleben,

einem Diktator beide Hände geben,

in einem Land, wo Bomben fall’n und Kinder sterb’n,

und wo gefoltert wird, dann möcht’s am liebst’n rea’n!

Sie bet‘ ein Vaterunser und sagt: „Es ist ein Skandal –

unser’m Herrgott sein Bodenpersonal!“

Ref:

Herrgott, es gescheh‘ dein Wille!

Nur manchmal glaub‘ ich

du brauchst eine Brille

und auch ein Hörgerät,

weil gerecht is des all’s net,

wie’s da bei uns herunt’n zugeht.

Wos da auf Erden all’s passiert,

daß sogar dem Teufel anders wird…


Links

http://www.eav.at/eav/texte/text_133_0_smuaterl.htm

http://www.laut.de/wortlaut/artists/e/erste_allgemeine_verunsicherung/biographie/index.htm

http://www.eav.at/

http://www.verunsicherung.de/

http://de.wikipedia.org/wiki/Erste_Allgemeine_Verunsicherung

http://www.youtube.com/watch?v=uEMGzlGfAJ4


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